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  • PreConf

    15.09.2021

  • Am ersten Vormittag unserer Tagung bieten wir Schulbesuche an ausgewählten Kooperationsschulen unterschiedlicher Schulformen an, mit denen wir in Projekten eng zusammen arbeiten. Sie lernen hier Studierende und Schüler*innen des Projekts WEICHENSTELLUNG kennen und erfahren mehr über die Arbeit im Projekt, das einen Beitrag zum Thema Bildungsgerechtigkeit in schulischen Übergängen leistet. Studierende gewähren einen Einblick in die Kleingruppenarbeit mit ihren Mentees und Lehrkräfte berichten über die Chancen und Herausforderungen der projektbezogenen Kooperation in universitären Praxisphasen.

  • Tag 1

    15.09.2021

  • Die Keynote von Prof.' Nina Kolleck wirft einen Blick auf Bildungsungleichheit in Deutschland und ihre Relevanz für die schulische Bildung und Professionalisierung von Lehrkräften. Präsentiert werden u.a. Ergebnisse einer Studie zu den Zugangs- und Teilhabechancen in Primar- und Sekundarschulen. Zudem werden Konzepte zur Bewältigung aktueller Herausforderungen sowie zur Verbesserung der Zugänge diskutiert.

  • Das digitale Zeitalter läutet einen Paradigmenwechsel ein, der in seiner Dynamik die Regeln der alten Arbeits-, Bildungs- und Gesellschaftswelt auf den Kopf stellt: Loyalität am Arbeitsplatz, sichere Jobs und eine Rente, auf die wir uns verlassen konnten, werden eingetauscht gegen eine neue Lebenswelt, in der das Individuum zur einzigen Sicherheitskomponente mutiert und in der die Jungen alle Chancen haben, jedoch scheinbar nur wenige nutzen. Gleichzeitig stehen Erwachsene mit großen Fragezeichen im Gesicht in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess, der mit den Methoden der Vergangenheit nicht mehr zu managen ist. Ali Mahlodji gibt Einblicke in den Paradigmenwechsel der Digitalisierung an der Schnittstelle Mensch/Schule/Organisation und zeigt auf, warum das Ent-lernen der alten Muster das Fundament einer neuen Zukunft baut und warum der Fokus auf die individuelle Potentialentfaltung der Schlüssel dazu ist.

  • Freuen Sie sich auf den Panel Talk mit den Speakern von Tag eins.

  • Tag 2

    16.09.2021

  • Viele soziale Stiftungen engagieren sich im Bildungsbereich und fördern Projekte, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. Vertreter*innen unterschiedlicher Stiftungen stellen sich vor und berichten von ihren Kooperationen mit Schulen und Universitäten. Sie haben die Gelegenheit, sich über bestehende Projekte zu informieren, die Bedingungen für gelungene Partnerschaften mit Stiftungen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

  • Im Parallelprogramm bieten wir Ihnen zahlreiche Workshops und Talks zu den Dimensionen von Bildungs(un)gerechtigeit. Sie können sich Ihre bevorzugten Programmpunkte indivuell zusammenstellen. Call for Papers: Sie möchten sich mit einem Workshop oder Talk beteiligen? Hier finden Sie den Call for Papers.

  • Using the insights of Critical Race Theory (CRT), in this talk David Gillborn will explore how racism works through the everyday routines of schooling, the problem with White racial identity politics, and what schools can do to work for racial equity.

  • Kaarel Rundu, Schulleiter der deutschen Schule in Tallinn, Estland, wird in seinem Vortrag zunächst einen Einblick in das estnische Bildungssystem bieten und insbesondere folgende Fragestellungen aufgreifen:
    • Estland hat zwar in der PISA-Studie 2018 gut abgeschnitten, doch wie sieht es mit der Bildungsungleichheit aus?
    • Welche Rolle spielen die digitalen Kompetenzen im Schulsystem, wie werden diese gefördert und wie können diese den Schülern überhaupt helfen?
    • Welche Erfahrungen hat man als Schule aus der Corona-Krise gewonnen?
    • Worauf wird im Estnischen Bildungssystem Wert gelegt, wenn man in die Zukunft blickt?

  • Bildungsgerechtigkeit kann gelingen, wenn die Ressourcen aller Kinder und Jugendlichen gehoben werden. Marina Weisband zeigt Möglichkeiten zur Stärkung von Partizipation auf, u.a. anhand des Projektes aula – einer Plattform, die demokratische Praktiken und Kompetenzen fördert.

  • Die Corona-Krise hat die enge Verbindung der Themenfelder Bildungsgerechtigkeit und Digitalisierung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Wie kann Digitalisierung die Chancen von Kindern und Jugendlichen verbessern – wo liegen Möglichkeiten und Herausforderungen?

  • Mit Mehrsprachigkeit wird gern geworben, auf Plakaten steht dann: mehr als 100 Sprachen werden in Köln gesprochen. Im Schulsystem sieht es dann oft sehr viel weniger divers aus, und auch Bildungsdiskurse drehen sich oft ausschließlich um Zugang zur Standardsprache und zur Bildungssprache. Zwar kommt mit Begriffen wie dem translanguaging frischer Wind in manche Debatten, aber im Kern bleibt das Schulsystem der Ökonomie und damit dem Monolingualismus, der Sprachentrennung und -bewertung verpflichtet. Diese Situation führt zu Zielkonflikten für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern, und vor allem im Bereich Identität entsteht eine Übergriffigkeit mit oft lebenslangen Folgen. Mit Beispielen aus der Mehrsprachigkeitsforschung inspiriert Prof.' Dr.' Christiane Bongartz, über eine Schule nachzudenken, die sprachlich inklusiv ausgerichtet ist. Was, wenn alle so sprechen und schreiben wie sie mögen? Schule und Gesellschaft sind in der Pflicht, optimale Entfaltung zu ermöglichen, und analog und digital ist nun die Zeit gekommen, altes Denken in Frage zu stellen, auch, um sprachlichen Kolonialismus und rassistisch angehauchte Sprachmonopole hinter uns lassen zu können.

  • Tag 3

    17.09.2021

  • In seiner Keynote kritisiert Daniel Jung, der "Rockstar der Mathematik" (FAZ) die Politik und fordert eine digitale Lern-Revolution. Computer allein reichen dazu nicht aus, es komme auf die Pädagog*innen und die Pädagogik an. "Wir brauchen neue didaktische Konzepte, um aus analogen Klassenzimmern digitale Lernorte zu machen", findet Daniel Jung. Mit seinen erfolgreichen YouTube-Tutorials macht er seit Jahren vor, wie Bildung heute aussehen kann. Im Vortrag entwirft er Konzepte für eine digitale Lern-Revolution und stellt Beispiele vor. Sein Credo: Individuelles Lernen statt standardisierter Bildung. Vor allem aber macht er deutlich, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, sie umzusetzen: Kinder müssen umfassend auf die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz vorbereitet werden – sonst verspielen wir unseren Wohlstand und unsere wirtschaftliche Zukunft. Mit seinem Aufruf zur digitalen Bildungs-Revolution erweitert er die Diskussion um die aktuelle Bildungs-Politik des Bildungs-Experten Jürgen Kaube ("Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?") und des Kinder- und Jugend-Psychiaters Michael Winterhoff ("Deutschland verdummt") um den Aspekt der digitalen Bildung.

  • Engagieren Sie sich in einem Barcamp - als Sessiongeber*innen oder als Mitwirkende*r. Ein Barcamp verfolgt das Prinzip der Augenhöhe: jede*r kann ein Thema einbringen, etwa in Form eines Vortrags oder einer Diskussionsrunde – und entscheiden, wo er oder sie mitmacht. Im besten Fall entsteht ein intensiver Wissensaustausch, Ideen werden generiert, Projekte angestoßen und Kontakte geknüpft.

  • Wir blicken zurück auf drei Tage vielfältigen Input und Austausch. Welches sind die wichtigsten Faktoren der Bildungsgerechtigkeit? Was muss als nächstes getan werden? Von welchen Beispielen können wir lernen? Freuen Sie sich auf eine spannende Diskussion!