Zukunft Bildungschancen
WE ALL TAKE PART
 

TAGUNG 2021

+++ VOR ORT IN KÖLN ODER ALS ONLINE-EVENT BUCHBAR +++

WANN

Mittwoch bis Freitag
15.-17. September 2021

WO

Vor Ort an der Universität zu Köln
oder online von zuhause und überall


Bildungsstudien wie der Bildungsbericht der OECD oder die PISA-Studie zeigen seit Jahren, dass Kinder in Deutschland keine gleichen Bildungschancen haben. Wie gut ein Kind in der Schule abschneidet, hängt maßgeblich von seiner Herkunft ab. Das soziale Milieu, ein Migrationshintergrund oder auch das Geschlecht eines Kindes entscheiden darüber, welchen Bildungsweg es einschlägt. Einfluss haben auch externe Faktoren, wie die frühe schulische Selektion und eine nicht ausreichende schulische und außerschulische Förderung.
Es ist an der Zeit, sich intensiv mit Bildungschancen für Kinder und Jugendliche auseinanderzusetzen und Lösungen zu finden. Auf der Tagung Zukunft Bildungschancen werfen wir einen Blick auf die aktuelle Forschungslage, stellen Ihnen tragfähige Projekte vor und sprechen mit Expert*innen aus Wissenschaft, Schule, Wirtschaft und Medien darüber, worauf es jetzt ankommt. Seien Sie dabei und diskutieren mit uns.

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung. Wie erfolgreich ein Kind das deutsche Bildungssystem durchläuft, hängt aber bis heute maßgeblich von seiner Herkunft ab. Das deutsche Bildungssystem muss sich verändern, damit alle Kinder eine gleiche und faire Chance bekommen.

Auf der Tagung fragen wir uns:
  • Welche Faktoren sind verantwortlich dafür, dass Kinder unterschiedlich erfolgreich sind?
  • Welche Gründe nennt die Forschung für die ungleichen Startchancen von Kindern und Jugendlichen und welche Rolle spielen Mehrsprachigkeit, Diversität oder die Verteilung von Ressourcen?
  • Kann Digitalisierung einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit leisten?
  • Welche Projekte, Konzepte, Methoden und Lernformate geben uns Ideen dafür, wie wir die Zukunft von Kindern gerechter gestalten können?
  • Gibt es Länder, die mit ihrem Bildungssystem besonders erfolgreich sind und was können wir von ihnen lernen?
  • Wie lernen Kinder und Jugendliche im 21. Jahrhundert und wie können wir diese Lernwelten gestalten?
Was Sie erwartet:
  • Erleben Sie drei Tage Input von Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis entweder vor Ort an der Universität zu Köln oder online von zuhause und überall
  • Diskutieren Sie mit führenden Bildungsexpert*innen, internationalen Keynote-Speakern und erfahrenen Praktiker*innen
  • Lassen Sie sich von zahlreichen Vorträgen, Workshops und innovativen Formaten inspirieren
  • Nehmen Sie Denkanstöße mit zu den Themenschwerpunkten #strukturen #ressourcen #mehrsprachigkeit #digitalisierung und #diversity
  • Tauschen Sie sich mit anderen Teilnehmenden aus und knüpfen Sie neue Kontakte

Die Tagung Zukunft Bildungschancen ist Höhepunkt des ZfL-Themenjahres 2021. Weitere Informationen dazu finden Sie bald an dieser Stelle.


Big Idea

Warum wir diese Tagung veranstalten

11 Millionen Schüler*innen besuchen zurzeit in Deutschland eine Schule. Ihre schulische Bildung sichert ihnen nicht nur eine selbstbestimmte Zukunft, sie trägt auch zur Weiterentwicklung der Gesellschaft als Ganzes bei. Bildungschancen in Deutschland sind jedoch nicht gleich verteilt. Studien belegen, dass der Bildungserfolg in Deutschland nach wie vor von der sozialen Herkunft der Schüler*innen abhängt. Kinder aus bildungsbenachteiligten Elternhäusern haben es demnach schwerer im deutschen Bildungssystem zu bestehen oder sogar aufzusteigen als Akademikerkinder. Zu diesem Ergebnis kommt auch die jüngste Pisa-Studie von Dezember 2019. Sie bestätigt zudem, dass der akute Lehrkräftemangel in Deutschland das Problem zusätzlich verschärft.

Wir brauchen neue Bildungskonzepte

Trotz breiter Zustimmung in der Bevölkerung zu Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit fehlt es bisher an wirksamen Konzepten. Ein Blick auf bildungserfolgreiche Länder wie Finnland zeigt, dass die Auseinandersetzung mit und Umsetzung von innovativen Konzepten erfolgversprechend ist. So geht Finnland mit alternativen Lehrkonzepten, wie der Auflösung der Fächerstrukturen in der Oberstufe, neue Wege. Schulen tragen in Finnland ein hohes Maß an Eigenverantwortung, da es zwischen Ministerium und Kommune kaum Zwischeninstanzen gibt. Und angehende Lehramtsstudierende müssen sich bereits im Bewerbungsverfahren um einen Studienplatz mit ihrer persönlichen Motivation auseinandersetzen.
Am deutschen Schulsystem wurde oft kritisiert, dass die Aufteilung der Schüler*innen auf die weiterführenden Schulen zu früh erfolgt. Das dreigliedrige Schulsystem ist zudem kaum durchlässig für einen schulischen Aufstieg.
Deutsche Schulen sind außerdem zu wenig digital. Das wurde während der Coronakrise mehr als deutlich. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa kam in einer im Auftrag der Robert Bosch Stiftung durchgeführten Studie unter Lehrer*innen zu dem Ergebnis, dass die Schulen auf den Shutdown im März schlecht vorbereitet waren. Leittragende waren erneut Kinder aus einkommensschwachen und bildungsbenachteiligten Familien. Sie gerieten mangels digitaler Alternativen durch die Schulschließung in einen Lernrückstand.

Best Practice

Projekte, die gezielt bildungsbenachteiligte Kinder unterstützen, zeigen in Deutschland großen Erfolg. So hat die ZEIT Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius vor einigen Jahren das Mentoring-Programm WEICHENSTELLUNG ins Leben gerufen. Hierbei kooperiert sie auch mit dem Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln. Das Zentrum für LehrerInnenbildung richtet in Köln unter anderem das Teilprogramm WEICHENSTELLUNG für Viertklässler aus. Es unterstützt Grundschulkinder, die die Voraussetzungen für den Besuch des Gymnasiums erfüllen, diese Chance jedoch ohne Unterstützung nicht wahrnehmen können. Studierende begleiten die Kinder beim Wechsel auf die weiterführende Schule im Rahmen ihrer Praxisphasen. 360 Kinder wurden und werden bereits auf diese Weise gefördert.

Was tun?

Eine Herausforderung in der Ausbildung angehender Lehrkräfte besteht darin, sie auf einen gesellschaftlichen Wandel vorzubereiten, der sich nicht genau vorhersagen lässt. Heutige Lehramtsstudierende müssen für eine Welt von morgen ausgebildet werden, in der sie ihrerseits Schüler*innen dafür fit machen, Anforderungen von übermorgen zu meistern. Angesichts dieser Ausgangssituation hat sich ein enger und flexibler Austausch aller beteiligten Akteure bewährt. Dabei sind auch die Hochschulen gefragt. Es gilt, innovative Ideen und Lehrkonzepte an den Hochschulen zu fördern und den Stellenwert des Themas Bildung in der Forschung zu erhöhen. Ebenso wichtig ist der Mut zum Experiment. Hierfür benötigen Schulen den nötigen Freiraum, aber auch eine gute Unterstützung.

Die Tagung

Mit der Tagung Zukunft Bildungschancen werfen wir einen Blick auf die aktuelle Forschungslage, stellen Ihnen tragfähige Projekte vor und sprechen mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Schule, Wirtschaft und Medien darüber, worauf es ankommt.
Nutzen Sie die Gelegenheit, sich in unterschiedlichen Formaten auszutauschen, zu vernetzen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln.

Speaker

 

>>>Weitere Speaker folgen

Call for Papers

Präsentieren Sie Ihre Arbeit in einem Workshop oder Talk auf der Tagung Zukunft Bildungschancen von 15.-17. September 2021 in Köln. Die Tagung deckt ein weites Themenspektrum ab: Es geht um Mehrsprachigkeit, Diversity, Strukturen, Ressourcen und Digitalisierung.

Call for Papers (pdf) Abstract einreichen


Programm

  • Tag 1

    15. September 2021

  • Tag 2

    16. September 2021

  • Tag 3

    17. September 2021

  • Die Keynote von Prof.' Nina Kolleck wirft einen Blick auf Bildungsungleichheit in Deutschland und ihre Relevanz für die schulische Bildung und Professionalisierung von Lehrkräften. Präsentiert werden u.a. Ergebnisse einer Studie zu den Zugangs- und Teilhabechancen in Primar- und Sekundarschulen. Zudem werden Konzepte zur Bewältigung aktueller Herausforderungen sowie zur Verbesserung der Zugänge diskutiert.

  • Das digitale Zeitalter läutet einen Paradigmenwechsel ein, der in seiner Dynamik die Regeln der alten Arbeits-, Bildungs- und Gesellschaftswelt auf den Kopf stellt: Loyalität am Arbeitsplatz, sichere Jobs und eine Rente, auf die wir uns verlassen konnten, werden eingetauscht gegen eine neue Lebenswelt, in der das Individuum zur einzigen Sicherheitskomponente mutiert und in der die Jungen alle Chancen haben, jedoch scheinbar nur wenige nutzen. Gleichzeitig stehen Erwachsene mit großen Fragezeichen im Gesicht in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess, der mit den Methoden der Vergangenheit nicht mehr zu managen ist. Ali Mahlodji gibt Einblicke in den Paradigmenwechsel der Digitalisierung an der Schnittstelle Mensch/Schule/Organisation und zeigt auf, warum das Ent-lernen der alten Muster das Fundament einer neuen Zukunft baut und warum der Fokus auf die individuelle Potentialentfaltung der Schlüssel dazu ist.

  • Freuen Sie sich auf den Panel Talk mit den Speakern von Tag eins.

  • Viele soziale Stiftungen engagieren sich im Bildungsbereich und fördern Projekte, die einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. Vertreter*innen unterschiedlicher Stiftungen stellen sich vor und berichten von ihren Kooperationen mit Schulen und Universitäten. Sie haben die Gelegenheit, sich über bestehende Projekte zu informieren, die Bedingungen für gelungene Partnerschaften mit Stiftungen kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.

  • Im Parallelprogramm bieten wir Ihnen zahlreiche Workshops und Talks zu den Dimensionen von Bildungs(un)gerechtigeit. Sie können sich Ihre bevorzugten Programmpunkte indivuell zusammenstellen. Call for Papers: Sie möchten sich mit einem Workshop oder Talk beteiligen? Hier finden Sie den Call for Papers.

  • Using the insights of Critical Race Theory (CRT), in this talk David Gillborn will explore how racism works through the everyday routines of schooling, the problem with White racial identity politics, and what schools can do to work for racial equity.

  • Kaarel Rundu, Schulleiter der deutschen Schule in Tallinn, Estland, wird in seinem Vortrag zunächst einen Einblick in das estnische Bildungssystem bieten und insbesondere folgende Fragestellungen aufgreifen:
    • Estland hat zwar in der PISA-Studie 2018 gut abgeschnitten, doch wie sieht es mit der Bildungsungleichheit aus?
    • Welche Rolle spielen die digitalen Kompetenzen im Schulsystem, wie werden diese gefördert und wie können diese den Schülern überhaupt helfen?
    • Welche Erfahrungen hat man als Schule aus der Corona-Krise gewonnen?
    • Worauf wird im Estnischen Bildungssystem Wert gelegt, wenn man in die Zukunft blickt?

  • Bildungsgerechtigkeit kann gelingen, wenn die Ressourcen aller Kinder und Jugendlichen gehoben werden. Marina Weisband zeigt Möglichkeiten zur Stärkung von Partizipation auf, u.a. anhand des Projektes aula – einer Plattform, die demokratische Praktiken und Kompetenzen fördert.

  • Die Corona-Krise hat die enge Verbindung der Themenfelder Bildungsgerechtigkeit und Digitalisierung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Wie kann Digitalisierung die Chancen von Kindern und Jugendlichen verbessern – wo liegen Möglichkeiten und Herausforderungen?

  • Mit Mehrsprachigkeit wird gern geworben, auf Plakaten steht dann: mehr als 100 Sprachen werden in Köln gesprochen. Im Schulsystem sieht es dann oft sehr viel weniger divers aus, und auch Bildungsdiskurse drehen sich oft ausschließlich um Zugang zur Standardsprache und zur Bildungssprache. Zwar kommt mit Begriffen wie dem translanguaging frischer Wind in manche Debatten, aber im Kern bleibt das Schulsystem der Ökonomie und damit dem Monolingualismus, der Sprachentrennung und -bewertung verpflichtet. Diese Situation führt zu Zielkonflikten für Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern, und vor allem im Bereich Identität entsteht eine Übergriffigkeit mit oft lebenslangen Folgen. Mit Beispielen aus der Mehrsprachigkeitsforschung inspiriert Prof.' Dr.' Christiane Bongartz, über eine Schule nachzudenken, die sprachlich inklusiv ausgerichtet ist. Was, wenn alle so sprechen und schreiben wie sie mögen? Schule und Gesellschaft sind in der Pflicht, optimale Entfaltung zu ermöglichen, und analog und digital ist nun die Zeit gekommen, altes Denken in Frage zu stellen, auch, um sprachlichen Kolonialismus und rassistisch angehauchte Sprachmonopole hinter uns lassen zu können.

  • In seiner Keynote kritisiert Daniel Jung, der "Rockstar der Mathematik" (FAZ) die Politik und fordert eine digitale Lern-Revolution. Computer allein reichen dazu nicht aus, es komme auf die Pädagog*innen und die Pädagogik an. "Wir brauchen neue didaktische Konzepte, um aus analogen Klassenzimmern digitale Lernorte zu machen", findet Daniel Jung. Mit seinen erfolgreichen YouTube-Tutorials macht er seit Jahren vor, wie Bildung heute aussehen kann. Im Vortrag entwirft er Konzepte für eine digitale Lern-Revolution und stellt Beispiele vor. Sein Credo: Individuelles Lernen statt standardisierter Bildung. Vor allem aber macht er deutlich, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, sie umzusetzen: Kinder müssen umfassend auf die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz vorbereitet werden – sonst verspielen wir unseren Wohlstand und unsere wirtschaftliche Zukunft. Mit seinem Aufruf zur digitalen Bildungs-Revolution erweitert er die Diskussion um die aktuelle Bildungs-Politik des Bildungs-Experten Jürgen Kaube ("Ist die Schule zu blöd für unsere Kinder?") und des Kinder- und Jugend-Psychiaters Michael Winterhoff ("Deutschland verdummt") um den Aspekt der digitalen Bildung.

  • Engagieren Sie sich in einem Barcamp - als Sessiongeber*innen oder als Mitwirkende*r. Ein Barcamp verfolgt das Prinzip der Augenhöhe: jede*r kann ein Thema einbringen, etwa in Form eines Vortrags oder einer Diskussionsrunde – und entscheiden, wo er oder sie mitmacht. Im besten Fall entsteht ein intensiver Wissensaustausch, Ideen werden generiert, Projekte angestoßen und Kontakte geknüpft.

  • Wir blicken zurück auf drei Tage vielfältigen Input und Austausch. Welches sind die wichtigsten Faktoren der Bildungsgerechtigkeit? Was muss als nächstes getan werden? Von welchen Beispielen können wir lernen? Freuen Sie sich auf eine spannende Diskussion!


Ticketoptionen

Ermäßigung: Sie studieren oder sind gerade im Vorbereitungsdienst? Dann erhalten Sie 50% Rabatt auf jede verfügbare Ticketoption.

  • 3 Tage (Präsenz)

    15.-17.09. vor Ort in der Domstadt
  • 4 Keynotes
  • Talks/Workshop und Barcamp
  • Sundowner Talk
  • Austausch & Networking
  • Verpflegung & Rahmenprogramm
  • 159
  • Jetzt buchen
  • Early Bird (Präsenz)

    15.-17.09. vor Ort in der Domstadt
  • 4 Keynotes
  • Talks/Workshop und Barcamp
  • Sundowner Talk
  • Austausch & Networking
  • Verpflegung & Rahmenprogramm
  • 99
  • Noch bis 1.11. buchen
  • 1 Tag (Präsenz)

    1 Tag vor Ort in der Domstadt
  • 1 Keynote
  • Talks/Workshop/Sundowner/Barcamp
  • Austausch
  • Verpflegung

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  • 3 Tage (Online)

    15.-17.09. von zuhause/überall

  • 4 Keynotes
  • Talks/Workshop und Barcamp
  • Sundowner Talk

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    15.-17.09. von zuhause/überall

  • 4 Keynotes
  • Talks/Workshop und Barcamp
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  • 1 Tag (Online)

    1 Tag von zuhause/überall

  • 1 Keynote
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